Holzgas: BHKW ECO HG

BHKW ECO 165 HG mit Holzgas-Ottomotor

Burkhardt BHKW ECO 165 HG mit wartungsfreundlichem Ottomotor

BHKW ECO 180 HG mit Zündstrahlmotor

BHKW ECO 180 HG mit Zündstrahlmotor

165 kWel / 260 kWth*
MOTOR

Dieser Burkhardt-Umbau des bekannten Zündstrahlmotors MAN D26 aus dem BHKW ECO 180 HG kommt komplett ohne Zündöl aus, wird daher rein mit Holzgas betrieben und ist dazu noch wartungsfreundlicher. Die Zündöleinheit wurde entfernt. Stattdessen wird das Holzgas-Luftgemisch über Zündkerzen entzündet. Der Burkhardt ECO 165 HG leistet zusammen mit dem Burkhardt Holzvergaser V 3.90 ca. 165 kW elektrisch und ca. 260 kW thermisch bei einem Pelletverbrauch von 110kg/h.

PRINZIP OTTOMOTOR

Unser Motor arbeitet nach dem derzeit vorherrschenden Ottoprinzip des sogenannten Magerbetriebs. Darunter versteht man den Betrieb bzw. die Verbrennung von Gas-Luft-Mischungen mit Luftverhältnissen von ʎ ≥ 1,6. Mit Hilfe der Magerverbrennung sind die Abgasgrenzwerte nach TA-Luft mit innermotorischen Maßnahmen erreichbar. Das verdichtete homogene Holzgas-Luft-Gemisch kann und darf sich in einem Ottomotor nicht selbständig entzünden. Aus diesem Grund erfolgt die kontrollierte Zündung des Gemischs mittels Elektrodenzündkerzen. Um einerseits den Motor zu jeder Zeit im optimalen Wirkungsgradbereich betreiben und andererseits gleichzeitig den Schutz der Motormechanik sicherstellen zu können, erfolgt hier der Einsatz einer aktiven Klopfregelung. Diese überwacht den Verbrennungsablauf (Verbrennungsgeräusche) und beeinflusst, wenn nötig, den Zündzeitpunkt.

180 kWel / 270 kWth*
MOTOR

Basismotor ist der MAN Reihensechszylinder Dieselmotor D26 mit Turboaufladung, Steuergerät, 4-Takt Common Rail Einspritzsystem sowie der 4-Ventil-Technologie mit optimiertem Brennraum und mittig angeordneten Einspritzelementen. Das Burkhardt BHKW ECO 180 HG leistet zusammen mit dem Burkhardt Holzvergaser V 3.90 ca. 180 kW elektrisch und 270 kW thermisch bei einem Pelletverbrauch von 110kg/h und 4 l Zündöl / h.

PRINZIP ZÜNDSTRAHLMOTOR

Das Holzgas-Luft-Gemisch ist in einem Selbstzündermotor (Diesel-Prinzip) nicht zündfähig. Um von dem guten Wirkungsgrad des Dieselmotors im Vergleich zum Ottomotor profitieren zu können, wird Zündöl eingespritzt. Dadurch entsteht im Zylinder ein Kraftstoff-Luftgemisch, das bei ausreichender Kompression selbst zündet. Durch das Common Rail Injection Verfahren (CDI) lässt sich die Verbrennung so steuern, dass der Wirkungsgrad weiter optimiert wird. Als Zündöl wird hier ein Rapsölraffinat eingesetzt. Geeignet ist auch Heizöl oder Dieselkraftstoff, wobei dabei aber Rücksicht zu nehmen ist auf die landesspezifischen Bedingungen. Der zusätzliche Verbrauch an Zündöl trägt voll zur Motorleistung bei.

GENERATOR

Bei beiden Modellen kommt ein luftgekühlter Synchrongenerator zum Einsatz. Der Generator ist in der Schutzart IP 23 aufgebaut. Das Gehäuse ist aus Stahl, die Lagerschilder aus Grauguss und die dauergeschmierte Lager sind ausgelegt auf die speziellen Anforderungen und das Schwingungsverhalten der Antriebseinheit. Er ist mit einem zweifach gelagerten Rotor ausgestattet, um die Lagerlasten an der Antriebseinheit so niedrig wie möglich zu halten. Als Felderregungssystem wird das bürstenlose AREP-System der Firma Leroy-Somer verwendet. Der großzügig dimensionierte und erweiterbare Klemmkasten ermöglicht einen einfachen Zugang zu Wartungs- und Installationsarbeiten.

VORTEILE OTTOMOTOR
  • KEIN Zündöl notwendig
  • bewährter Basismotor (MAN D26, Umbau Burkhardt)
  • keine komplexe Zündöleinheit mit Zündöltank notwendig
  • wartungsfreundlicher
  • u.U. genehmigungsrechtliche Vorteile
  • weniger Emissionen
VORTEILE ZÜNDSTRAHLMOTOR
  • bewährter Basismotor (MAN D26)
  • intelligente Regelung und Steuerung
  • robuste Verbrennung (sehr hohe Zündenergie)
  • Versorgungssicherheit mit Flüssigkraftstoff (Notbetrieb auch ohne Holzgas möglich)

 

* Leistung thermisch inkl. Abwärme Holzvergaser